Deutscher Gewerkschaftsbund

Niedersachsen/Bremen/Sachsen-Anhalt

Antiziganismus/Antiromanismus in Geschichte und Gegenwart

Termin: 14. - 16. September 2018

Ort: Naturfreundehaus Hannover

Mit dem Begriff Antiziganismus wird die Dis kriminierung, Ausgrenzung und Verfolgung der Sinti_ze und Roma_Romnja bezeichnet. Gegen stand dieses Seminars ist die Auseinandersetzung mit diesem gewaltvollen Ressentiment und dessen langer Geschichte. Sinti_ze und Roma_Romnja wurden nicht erst im Nationalsozialismus ausgegrenzt, entrechtet und ver folgt. Der Antiziganismus kann vielmehr auf eine jahr hundertealte Tradition zurückblicken. Daher wird die nationalsozialistische Verfolgung und Vernichtung der europäischen Sinti, Roma und anderer als „Zigeuner“ stigmatisierter Personengruppen, in einen größeren historischen Kontext eingebettet.

Der Antiziganismus lebte auch in der deutschen Nach kriegsgesellschaft fort und fand mit der militärischen Niederlage des Nationalsozialismus kein abruptes Ende. Ausgrenzung, Diskriminierung und Vertreibung der Roma_Romnja und Sinti_ze gehörten auch in der Bun desrepublik zum Alltag.

Zudem blieb eine offizielle, politische Anerkennung des an ihnen begangenen historischen Unrechts bis in die 1980er aus – sie ist ein zentrales Verdienst der Bürgerrechtsbewegung Deutscher Sinti_ze und Roma_Romnja. Doch auch heute werden Angehörige der Minderheiten in ganz Europa noch immer subtil und offen diskriminiert, ausgegrenzt und durch regelmäßig wiederkehrende antiziganistische Gewalt bedroht. Ziel dieser Seminareinheit ist daher neben der Vermittlung von Wissen über die historische Entrechtung, Verfol gung und Vernichtung, auch die Sensibilisierung für Kontinuitäten des Antiziganismus.

Tags:
Seminare

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