Deutscher Gewerkschaftsbund

Niedersachsen/Bremen/Sachsen-Anhalt

Erster Mai 2022

#zeitzumleben

30 Stunden sind genug. Flexibilisierung ist Betrug!

 

Am 1. Mai auf die Straße - die Uhr tickt​​​​​​​

Und leider tickt sie viel zu lange, bis endlich Feierabend ist. Wir kämpfen am Internationalen Tag der Arbeit für kürzere Arbeitszeiten und für mehr Zeit zum Leben in einer lebenswerten Zukunft. 

Verteilen wir die vorhandene Arbeit auf mehr Menschen! Schaffen wir Arbeit - wo sie verschwindet!

Während die einen nicht mehr wissen, wie sie ihre Arbeit schaffen sollen, weil es an Personal mangelt, werden andere Arbeitsplätze vom Strukturwandel bedroht. Eine 30 Stunde-Woche bei vollem Lohnausgleich schafft Arbeitsplatzsicherheit und Entlastung für die Beschäftigten.

Doch statt spürbarer Entlastung der Menschen werden angesichts der Vielzahl an Krisen die Rufe lauter, dass die Beschäftigten „flexibler“ arbeiten sollen. Eine „Flexibilisierung“ beim Arbeitszeitgesetz bedeutet aber eine Wegnahme unserer Lebenszeit. Überstunden verschleiern den Mehrbedarf an Beschäftigten. Arbeit auf Abruf, endlos lange Schichten und verkürzte Ruhezeiten bedrohen unsere körperliche und geistige Gesundheit. 

Die 30-Stunde Woche stellt die Verteilungsfrage auf die Agenda!

Wird der gesellschaftliche Reichtum in gute Arbeitsplätze für alle investiert oder fließt er als Dividende an die Reichen und Superreichen? Der schreckliche Krieg in der Ukraine soll jetzt als Anlass dienen, die seit Jahren wachsenden Rüstungsausgaben weiter nach oben zu schrauben. Geld ist scheinbar da. Die wachsenden Proteste der Beschäftigten in den unterschiedlichsten Care-Berufen für Entlastung und Wertschätzung stießen hingehen auf taube Ohren.

Die Klimakrise wird zum Vorwand genommen, um Arbeitsplätze zu vernichten und die Steuern für die breite Masse zu erhöhen. Forderungen nach Steuererhöhungen für große Vermögen und die verbindliche Schaffung von neuen Arbeitsplätzen finden hingegen keinen Wiederhall.

Lassen wir uns auf diese Manöver nicht ein. 

 

Auf die Straße für unsere Interessen.

Auf die Straße für ein besseres Leben für alle, überall! 

Auf die Straße für 30 Stunden bei vollem Lohnausgleich!

 

#zeitzumleben

Wittenberg Magdeburg Halle
10 Uhr, Hauptbahnhof 12 Uhr, Alter Markt 13 Uhr, Marktplatz
Plakat mit Aufschrift: 30 Stunden sind genug - Flexibilisierung ist genug #zeitzumleben, 1. Mai sowie den Logos der DGB-Jugenden

dgb-jugend

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