Deutscher Gewerkschaftsbund

Niedersachsen/Bremen/Sachsen-Anhalt

2. Unsere Haltung: Für Solidarität und die Würde jeder Person

In der DGB-Jugend sprechen wir von „sexualisierter Gewalt“. Sexualisierte Gewalt bedeutet, dass gegen den Willen der betroffenen Person eine Handlung auf sexualisierte Weise erfolgt, mit dem Ziel Macht und Dominanz auszuüben. „Sexualisiert“ heißt in diesem Zusammenhang, dass Sexualität nicht die Grundlage für die Tat ist, sondern das Mittel, über das die Handlung ausgeübt wird. Sexualisierte Gewalt ist demnach immer auch ein Missbrauch von Macht. Diese kann beispielsweise durch Alter, Reife, Stellung, Hierarchie o. ä. gegeben sein. Sexualisierte Gewalt umfasst sowohl strafbare Handlungen als auch Handlungen, die per Gesetz nicht verboten sind. Es ist notwendig, sich mit allen Formen auseinanderzusetzen und unverkennbar auf der Seite der Betroffenen zu stehen.


In unserer DGB-Jugendrichtlinie machen wir deutlich, dass wir jegliche Form der Diskriminierung ablehnen und uns gegen jegliche Form der Gewalt aussprechen. Dies schließt unser Bekenntnis zu Freiheit, Gleichheit, Solidarität und der Verwirklichung aller individuellen und kollektiven Menschenrechte ein. Es umfasst auch den Auftrag als Jugendverband die Entwicklung junger Menschen zu fördern und zu unterstützen. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, haben wir über mehrere Jahre das vorliegende Konzept entwickelt.

Tags:
Antidiskriminierung

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